Dieser Artikel ist nicht mehr relevant. Mai 2021 Samstag, 1.5.2021
Clemens Kiefer
Clemens Kiefer Pfarrer

Liebe Gemeinde,

in der Zeit vom 13. bis 16. Mai findet in Frankfurt der dritte ökumenische Kirchentag unter dem Motto „schaut hin“ statt. Leider in diesem Jahr größtenteils digital.

An den beiden vorangegangenen Kirchentagen in Berlin und München habe ich persönlich teilgenommen. Es waren ökumenische Feste des Glaubens. Umso bitterer ist es, dass die Pandemie auch diese Großveranstaltung verhindert.

Deshalb haben die Veranstalter den Kirchentag kurzerhand ins Netz verlegt und sie setzen auf viele dezentrale Veranstaltungen. Digital und dezentral ist nun das Motto. Digital, um trotz Corona Pandemie eine sichere Teilnahme zu gewährleisten. Und dezentral, damit ökumenische Begegnung an vielen Orten in Deutschland möglich wird.

Ausgangspunkt des ökumenischen Kirchentages bleibt Frankfurt am Main. Von hier aus werden Gottesdienste, Kulturveranstaltungen und thematisches Programm gestreamt. Dieses Programm besteht aus mehr als 50 Veranstaltungen. Bitte informieren Sie sich unter www.oekt.de.

Dieser ökumenische Kirchentag soll auch vor Ort in St. Josef - St. Johannes stattfinden. Aus diesem Grund werden wir mit unserer evangelischen Schwestergemeinde an Christi Himmelfahrt, 13. Mai 2021 um 11.00 Uhr in St. Johannes/Wellesweiler einen ökumenischen Gottesdienst feiern. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Ich freue mich auf dieses ökumenische Fest des Glaubens.

Ihr Clemens Kiefer

Mutwillig segnen

Im Februar sagte die römische Glaubenskongregation „Nein“ zu Segnungsfeiern für gleichgeschlechtliche Paare: „Wir segnen nicht die Sünde …“ Das ist ein Schlag ins Gesicht für Menschen weltweit, die zum Teil ein Leben lang um ihre Art zu lieben ringen und dafür lange genug diskriminiert wurden – auch von der Kirche. Es ist auch ein Schlag ins Gesicht für alle Seelsorger*innen und Theolog*innen, die Menschen in entscheidenden Situationen ihres Lebens den Segen Gottes zusagen, den Gott allein schenkt.

Zur Realität dieser Kirche gehört bislang, dass eine Segensfeier für homosexuelle Paare und für Menschen, die nach einer zerbrochenen Ehe sich neu verlieben, meist heimlich passieren muss. Ein Segen durch die Hintertür jedoch ist beschämend – für die zu Segnenden und für die Kirche.

Am 10. Mai ist laut ökumenischem Heiligenlexikon einer der Gedenktage des Noah. Er ist in der Bibel der Stammvater aller Geschlechter. Gott sandte ihm den Regenbogen als Zeichen seines Bundes. Der Name Noah bedeutet übersetzt: der Ruhe Bringende, der Tröster. Die Glaubenskongregation in Rom fragt in ihrem Schreiben: "Hat die Kirche die Vollmacht, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen?" und gibt die klare Antwort "Nein".

Wir, die Unterzeichner, wollen nicht beurteilen, was die Kirche kann oder nicht kann, als Theologen/in wissen wir aber, dass Gott es kann. Deshalb laden wir unter dem Motto „mutwillig segnen“ am 10. Mai 2021 um 19.00 Uhr alle sich liebenden Menschen nach St.Josef/Furpach (Karcherstraße 49) ein, in einem Gottesdienst den Segen zu erbitten. Alle Paare, Gemeinschaften und auch Singles, sollen den Segen bekommen, den Gott ihnen schenken will – ganz ohne Heimlichkeit.

Sibylle Rhein, Jochen Gabriel, Clemens Kiefer

Der Pastorale Raum

An dieser Stelle wurde bereits berichtet, dass im Bistum Trier die Synodenumsetzung auf andere Art und Weise weiter geht. Der Bischof hat beschlossen, dass anstatt der großen Pfarreien sich die Pfarreien der Pfarreiengemeinschaften zusammenschließen und „Pastorale Räume“ errichtet werden.

Die Pfarrei St. Josef-St. Johannes hat sich bereits im Jahr 2007 zusammengeschlossen. Damals wurden aus den beiden eigenständigen Pfarreien St. Josef/Furpach und St. Johannes/Wellesweiler die neue Pfarrei St.Josef - St. Johannes Neunkirchen. Andere Pfarreien haben diesen Schritt noch vor sich. Die Zusammenschlüsse sollen bis 2025 abgeschlossen sein.

Daneben soll der sogenannte „Pastorale Raum“ gegründet werden. Ihn kann man wie folgt beschreiben:

Im Bistum Trier werden 35 Pastorale Räume errichtet, die geographisch den 35 Pfarreien der Zukunft entsprechen.

Ziele des Pastoralen Raumes:

  • Der Pastorale Raum soll die Kirche vor Ort näher zu den Menschen bringen.
  • Der Pastorale Raum fördert die Zusammenarbeit der Pfarreien und der kirchlichen Einrichtungen (z. B. Caritas, Kindergärten…) in seinem Territorium.
  • Der Pastorale Raum soll die Beschlüsse der Trierer Diözesansynode vor Ort umsetzen (Stichworte: Orte von Kirche, missionarische Kirche, diakonische Kirche, Inklusion etc.)
  • Der pastorale Raum soll die Seelsorge den Gegebenheiten der Gesellschaft vor Ort anpassen.

Aufgaben des Pastoralen Raumes:

  • Vernetzung der Orte von Kirche
  • Ermöglichung von neuen Projekten
  • Förderung der Zusammenarbeit der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in verschiedenen Bereichen (z. B. Sakramentenkatechese, Caritas, Jugendarbeit, etc.)
  • Entscheidung über den Einsatz des pastoralen Personals (nicht der Pfarrer)

Die Leitung des Pastoralen Raumes obliegt einem Team aus bis zu drei hauptamtlichen Personen. Es wird angestrebt, dass bis zu zwei ehrenamtliche Mitglieder im Leitungsteam tätig werden können. Das Team wird von einem Priester geleitet. Jedem Mitglied im Leitungsteam ist ein fester Verantwortungsbereich zugeordnet (z. B. Projekte, Finanzen, Sakramentenkatechese, Personal, Immobilien etc.). Der Priester im Team ist in der Regel auch Pfarrer einer Pfarrei im Pastoralen Raum.

Für die einzelnen Pfarreien im Pastoralen Raum wird der Bischof Pfarrer ernennen, die dieselben Recht und Pflichten eines Pfarrers wie bisher haben, die aber in besonderer Weise zur Zusammenarbeit im Pastoralen Raum verpflichtet sind.

Alle weiteren pastoralen Mitarbeiter*innen (Gemeindereferent*innen, Pastoralreferent*innen, Diakone, Priester) werden auf den Pastoralen Raum hin ernannt. Ihr Einsatz ergibt sich aus den Bedarfen des Pastoralen Raumes.

Die Kirchengemeinden innerhalb eines Pastoralen Raumes schließen sich zu einem Kirchengemeindeverband zusammen. Dieser ist der Empfänger der diözesanen Schlüsselzuweisung (festgelegter Betrag, der sich aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt und dazu dient, die laufenden Sach- und Personalkosten einer Kirchengemeinde zu finanzieren). An diesem Kirchengemeindeverband sind alle haupt- und nebenamtlich Beschäftigten der Kirchengemeinden angestellt.

Auf der Ebene des Pastoralen Raumes wird es Gremien geben analog zu Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat auf Ebene der Pfarreien. Als Verwaltungsgremium ist die sogenannte Verbandsvertretung angedacht, die über die Verteilung der oben genannten Schlüsselzuweisung an die Pfarreien entscheidet und die zuständig ist für die Anstellung von Personal der Kirchengemeinden. Das genaue Aussehen des pastoralen Gremiums ist noch nicht klar.

Die Pastoralen Räume sollen, beginnend ab dem 1. Januar 2022, zügig errichtet werden. Sie werden schrittweise die Dekanate ablösen. Sie können auch schon vor dem Zusammenschluss von Pfarreien gegründet werden. Der Bischof entscheidet über die Errichtung eines pastoralen Raumes.

Musikalischer Rückblick auf Ostern

Schon zum zweiten Mal stand ein Ostern ohne die Mitwirkung der Chöre an – das tat weh. Ich bin allerdings froh und dankbar, dass mit Hilfe der Kantoren Sibylle Rhein und Alexander Dumser die Gottesdienste zu Gründonnerstag, Karfreitag und die frühmorgendliche Osternacht bereichert wurden und somit zusammen mit mir ein Mini-Chor möglich war.

Jeder hatte mehrere Meter Abstand von dem jeweils anderen. Dies ist eigentlich überhaupt nicht im Sinne eines Chores, sei er auch noch so klein. Das musikalische Ergebnis war gelungen und auch ein wenig ergreifend.

In der Osternacht in Furpach trat Maksym Malkov auf. Wie alle über die Ostertage eingeladenen Solisten, spielt er schon seit Jahren in unserer Pfarrei zu verschiedenen Anlässen. Mit den Instrumenten Oboe und Saxophon zauberte er eine schöne, festliche Stimmung.

An Ostersonntag hatten wir in Furpach Jennifer Stratmann zu Gast, die mit ihrer Harfe einige Solodarbietungen spielte. Die besondere Wirkung der Harfe schuf für diesen Gottesdienst eine besinnliche, eher innige Stimmung.

Am Ostermontag war die Sopranistin Lena Maria Kosack eingeladen. Mit fröhlichen, unbeschwerten Gesängen von Händel, Bach und Mozart führte sie mit gewohnter Leichtigkeit durch den Gottesdienst und zeigte, wie von ihr gewohnt, eine tolle Souveränität.

Alle drei Künstler hatten in der letzten Zeit (fast) gar keinen Auftritt. Maksym spielte das letzte Mal auch bei mir – an Weihnachten.

Neuer Kleinbus für unsere Jugend und Pfarrgemeinde

Unser Kleinbus ist in die Jahre gekommen, und wir bekommen Anfang Mai einen Neuen. Hier wären wir für Unterstützung dankbar.

Der Kleinbus dient zum Transport der Kinder in die verschiedenen Gemeindeteile, für die Organisation von Kinderwochenenden, für die Organisation und Durchführung der großen Sommerfreizeiten, für den Transport der Materialien bei Gemeindefesten in die verschiedenen Gemeindeteile. Darüber hinaus wird er allen Gruppierungen der Kirchengemeinde für gemeinsame Unternehmungen zur Verfügung gestellt.

Das gemeinsame Projekt „Meine Helden“ des Landkreises Neunkirchen und der SPK Neunkirchen hilft aktiv gemeinnützigen Vereinen in der Region. Dazu wurde eine besondere Aktion gestartet: Vereine aus dem Landkreis Neunkirchen, die sich hier registrieren und ihre Projektidee einstellen, erhalten eine Starthilfe von 300,00 Euro. Insgesamt wird hierfür ein Spendentopf in Höhe von 60.000 Euro bereitgestellt. Es lohnt sich also, möglichst schnell das Projekt einzustellen.

Sie alle können uns aber auch als Gemeindemitglieder mit dem abgebildeten QR-Code unterstützen bzw. unter diesem Link der Sparkasse Neunkirchen auf unser Projekt zugreifen und uns auf diesem Weg etwas zukommen lassen.